Entspannte Momente in gewohnter Umgebung

01.04.2015 | Kirsten Bruhn | 1 Kommentar
(Fotocredit: MSSP - Michael Schwartz Sportphotographie)

 

Eigentlich ist es kurios, dass mein Shooting erst jetzt stattfindet. Der Kampagne bin ich seit ihrem Start im September 2014 eng verbunden, aber mein Terminkalender hat ein Shooting einfach nicht zugelassen. Zugegeben, aus Krankheitsgründen musste ich schon zweimal absagen, aber da kann man einfach nix machen. Beim dritten Anlauf soll es dann aber klappen.

Als Ort für das Shooting wurde das Schwimmbad Hohenschönhausen in Berlin ausgewählt, meine Heimat-Schwimmhalle. Der Fotograf, Blacky, kommt extra aus Hamburg. Nachdem ich mich endlich in meinen Wettkampfanzug gezwängt habe, und das habe ich seit November 2014 nicht mehr machen müssen, spüre ich auch sofort die Enge und Schmerzen die vom Anzug durch die Kompression verursacht werden. In der Halle merke ich, dass das Fotografenequipment noch Zeit braucht, um aufgebaut und positioniert zu werden. Das will ich jetzt eigentlich gar nicht hören. Wie soll ich das durchhalten? Aus Erfahrung weiß ich, dass Abdrücke am Körper eher ungünstig für die Fotos sind. Von blauen Unterschenkeln durch das Abschnüren des Anzuges ganz zu schweigen. Am besten lege ich mich hin oder setze mich, mit den Füßen hochgelegen, irgendwo hin.

So sitze ich dann mit den Füßen auf dem Startblock - harrend der Dinge, die auf mich zukommen. Ich entspanne mich und denke einfach an die schönen Dinge des Lebens. Muss auch mal sein! Als ich von Blacky erfahre nicht ins Wasser zu müssen, verspüre ich pure Erleichterung. Weiß ich doch aus den verschiedenen Shootings in der Vergangenheit, dass meist alles zu lange dauert und ich immer kalt werde, wenn ich auf nächste Instruktionen des Fotografen im Wasser warten muss. Okay, die Last und Angst ist mir genommen und nun gilt es gute und entspannt rüberkommende Fotos zu machen.

Wir sind nicht alleine in der Halle. Es findet auf den anderen Bahnen ganz reguläres Training statt. Blacky sieht man an, dass er bei den sportlichen Wenden der Kinder Angst um sein Equipment bekommt. Die Blitzlichter sind nämlich an den Haltegriffen der Startblöcke befestigt. Die Trainerin bemerkt die Situation und schickt ihre Sprösslinge auf andere Bahnen. Damit sind alle "Probleme" beseitigt. Denkste! Mein Rollstuhl muss unbedingt mit aufs Foto. Man soll auf den ersten Blick sehen, dass es um Rollstuhlsport geht. So richtig stabil ist die Konstruktion mit dem Fotokoffer allerdings nicht. Zum Glück findet sich Spontan-Fotoassistentin Rita. Dann geht alles ganz schnell. Blitzlicht, Pose wechseln, Blitzlicht, Pose wechseln. So geht es noch ein paar Mal weiter und schon sind die Bilder im Kasten. Blacky ist happy und ich auch. Endlich raus aus dem Anzug. Jetzt bin ich gespannt auf die Bilder und das fertige Plakat.

 

(Für alle Fotofans: unser Fotograf verwendete funkausgelöste Elektronenblitze durch ein lichtstarkes 400mm-Objektiv, teils vom anderen Ende der 50 Meter-Schwimmbeckens)

Kommentare

  • thomas mench 30.07.2015 20:38

    wo mus mann sich da anmelden um dabei zu sein oder sisch anzumelden oder um einfach freude zu haben danke thomas mench

    danke für ihre hielfe

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