Was rollt? - #12

22.09.2016 | GwiRb | 0 Kommentare

Bild: Oliver Kremer / DBS

Mit Gold die Sammlung komplett gemacht

Bronze 2008 in Peking. Silber und Bronze 2012 in London. Was fehlte noch? Klar, die Goldmedaille! Dorothee Vieth erfüllte sich diesen Traum in Rio. Der deutsche Meistertitel im Mai war schon ein Fingerzeig und 4 Monate später sollte sie ihre Leistung auch international bestätigen. Auf der flachen Strecke entlang der Copacabana konnte die Hamburgerin ihre Power richtig ausspielen und distanzierte die Konkurrenz im Einzelzeitfahren deutlich. „Es hat in mir noch gebrannt, sodass ich es nochmal wissen sollte und deswegen viel investiert habe“, sagte die 55-Jährige im Siegerinterview.  Diese Investition hat sich definitiv gelohnt!

Hier geht's zum ARD-Bericht über Dorothees Gold-Fahrt.

Medaillengewinnerinnen und Fahnenträgerin

Gold hatten Annika Zeyen und Gesche Schünemann bereits in London gewinnen können. Eine Wiederholung dessen war das Ziel und dieses zu erreichen hätte fast geklappt. Nach einer überzeugenden Vorrunde und einem beeindruckenden Viertelfinalspiel gegen Frankreich konnte auch die von Trainer Holger Glinicki zum Top-Favoriten erklärte niederländische Mannschaft im Halbfinale geschlagen werde. Erst die USA beendeten im Finale dann den Traum von Gold. So ein verlorenes Finale ist immer bitter, aber die Leistung der Mannschaft war insgesamt großartig. Annika selbst wurde noch eine besondere Auszeichnung zuteil. Sie durfte bei der Abschlussfeier das deutsche Aufgebot als Fahneträgerin ins Maracanã führen. „Das ist ein eine große Ehre und ein I-Tüpfelchen meiner Karriere“, freute sich die Silbermedaillengewinnerin.

Artikel über Fahnenträgerin Annika Zeyen.

Und sonst so?

Medaillen waren den restlichen Kampagnen-Gesichtern leider keine vergönnt, aber erstens war damit nicht unbedingt zu rechnen und zweitens waren die gezeigten Leistungen trotzdem mehr als erwähnenswert. Rollstuhltennisspielerin Katharina Krüger musste sich nach überzeugendem Auftakt im Achtelfinale der chinesischen Senkrechtstarterin Huimin Huang geschlagen geben. Das finale Ergebnis von 0:6 und 2:6 war deutlicher als der Spielverlauf selbst, besonders im 2. Satz.

Im Tischtennis war für Paralympics-Debütantin Sandra Mikolaschek im Viertelfinale Schluss. Nachdem Sandra ihre Vorrundengruppe ungeschlagen hinter sich gebracht hatte, wartet im Viertelfinale die Britin Sue Gilroy. In einem dramatischen 5-Satz-Match konnte die erfahrene Gilroy einen 1:2-Satzrückstand doch noch in einen Sieg gegen die junge Düsseldorferin drehen.

6. Platz über 1500 m, 8. Platz über 5000 m. Das ist die Ausbeute von Rennrollstuhlfahrer Alhassane Baldé. Der Bonner zeigte sich in den sozialen Medien zufrieden mit seinen Leistungen, da er immer mit dabei war, wenn die Post abging, und meistens nicht viel auf die Medaillenränge gefehlt hatte.

Das 5000 m-Finale im Zusammenschnitt.

Auf Augenhöhe gemeinsam was ins Rollen bringen

Hoch im Norden steigt übernächstes Wochenende ein ganz besonderes Sportfest. Am 1. und 2. Oktober lädt der Verein Menschen in Bewegung zusammen mit dem VfB Lübeck in die Hanse-Halle zum gemeinsamen Sporttreiben ein. Unter dem Motto „Wir begegnen uns auf Augenhöhe“ werden zahlreiche Mitmachaktionen angeboten: Rollstuhlbasketball, Blindenfußball, Boccia, Fußball, Drums Alive, E-Hockey, Floorball, Goalball, Handball, Bosseln, Luftballonvolleyball, Sportschießen, Yoga und Wheel Soccer. Das alles mit freundlicher Unterstützung unserer Kampagne. Wenn bei dem Angebot nicht das Passende für euch dabei ist, dann wissen wir auch nicht mehr so recht weiter. Also: auf nach Lübeck und gemeinsam was ins Rollen bringen!

Alle Infos unter: http://www.menschen-in-bewegung.de/

Ausgerollt. Für heute.

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