Valeska Knoblauch

Valeska Knoblauch
Valeska Knoblauch

Konkurrenz erwünscht

Badminton – das bedeutet Schlagkraft, Koordination und Reaktionsschnelligkeit. Und zwar auch im Rollstuhl. Fast jeder hatte schon mal diesen Schläger in der Hand und zumindest Federball gespielt. Doch nur wenige finden den Weg in den Sportverein. Valeska Knoblauch schon und sie hätte gerne noch viel mehr Vereinskameraden. Vor ihrem Unfall 2004, als sie in der Schule aus dem Fenster stürzte, spielte sie Handball im Verein. Im Badminton hat die 24-Jährige aber ihre neue Heimat gefunden. Die Initialzündung kam auf der Messe ‚Rehacare‘ in Düsseldorf. Einmal ausprobiert war sie Feuer und Flamme für die neue Herausforderung.

2020 in Tokio endlich olympisch

Und ein Blick auf Ihre Erfolge lässt erahnen, dass sie sich richtig entschieden hat. Mehrere Deutsche Meister-Titel konnte die Athletin der RBG Dortmund 51 e.V. bereits feiern – im Einzel, Doppel und Mixed-Doppel. International hat es für das oberste Treppchen noch nicht ganz gereicht. 2014 holte Valeska im spanischen Murcia jeweils Silber im Einzel und im Doppel mit ihrer Partnerin Elke Rongen. Ein Jahr zuvor konnte sie sich bei der Heim-WM in Dortmund über Bronze im Doppel und im Mixed-Doppel freuen. Dieses spielt sie zusammen mit Ihrem Freund Young-Chin Mi. Darüber sagt sie: „Es ist nicht immer einfach Sport und Privatleben zu trennen, aber wir kennen uns quasi in- und auswendig, sodass ich mir keinen besseren Partner wünschen könnte. Auf wie neben dem Platz.“ Als ihre größte Stärke wie Schwäche sieht die Rheinländerin ihren Ehrgeiz. Manchmal sei sie dann zu aufgeregt auf dem Platz, sodass sie ihre Leistung nicht vollständig abrufen könne. Daran arbeitet die sympathische Kölnerin aber genauso hart wie an ihrer Technik. Ihr Psychologie-Studium hilft hierfür vielleicht auch ein wenig. Als Fernziel hat sie sich selbst die Paralympischen Spiele in Tokio 2020 gesetzt. Dann ist Para-Badminton das erste Mal im Programm vertreten.

Inklusion im Badminton

Davon erhofft sich Valeska einen großen Schub für ihre Sportart. Gerade die Begeisterung, die durch die Spiele in London 2012 ausgelöst wurde, hat ihr gezeigt, dass der Behinderten- und damit auch der Rollstuhlsport kein Schattendasein führen müssen. Ihr selbst wurden erst nach ihrem Unfall die Augen dahingehend geöffnet, dass man auch als Behinderter erhobenen Hauptes durch die Straßen gehen kann. Badminton war dafür ein wichtiger Baustein. Zumal ihr Verein jährlich zwei Spaßturniere veranstaltet, bei denen Menschen mit und ohne Behinderung im Doppel zusammen antreten. Unsere ‚Abstauberin‘ möchte als Kampagnen-Gesicht für ‚Gemeinsam was ins Rollen bringen!‘ raus aus der Nische. Sowohl mit ihrer Behinderung als auch mit ihrer Sportart. Und sie freut sich über jeden Neugierigen, der mal etwas Neues ausprobieren und dann bestenfalls im Badminton große Erfolge feiern möchte. Aber einfach wird das nicht, denn Valeska Knoblauch nimmt die Herausforderung gerne an!

 

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