Kirsten Bruhn

Kirsten Bruhn
Kirsten Bruhn

Schwimmerin aus Leidenschaft

Kirsten Bruhn ist zweifelsohne ein Aushängeschild des deutschen Schwimmsports. Durch ihre Eltern im Alter von drei Jahren zum Schwimmen gekommen, lebt Kirsten seitdem für das Schwimmen. Ein kleiner Ausflug zum Wasserball geschah mehr aus Liebe zu ihrem Vater als aus eigenem Antrieb. Squash betreibt sie als Ausgleich zum Schwimmen. Ihrem Sport ist Kirsten aber immer treu geblieben. Das Wasser ist für die 45-Jährige ein stressfreier Raum, in dem alle Muskeln und Funktionen benötigt werden und es doch etwas von Schwerelosigkeit hat.

Eine Karriere mit 54 Weltrekorden, unzähligen Titeln und einem Bambi

2014 hat Kirsten ihre einzigartige Karriere bei den Europameisterschaften in Eindhoven mit zwei ersten Plätzen und einem dritten Platz beendet. Ab sofort stehen weniger sportliche Erfolge als vielmehr der Erhalt der eignen Fitness und die Liebe zum Schwimmen im Fokus ihres Trainings. Kirsten, die seit einem Motorradunfall 1991 inkomplett querschnittgelähmt ist, kommt bei der Frage, welcher Moment ihr persönliches Highlight in ihrem Sportlerleben gewesen ist, ins Stocken: „Viele schöne und unvergessliche Erlebnisse gab es in den letzten 13 Jahren. Mein erstes paralympisches Gold 2004 in Athen, der Moment, in welchem die Deutsche Nationalhymne gespielt wurde – das ist auch mehr als zehn Jahre später noch ein besonderes Highlight“. Dass die Berlinerin in dieser Zeit auch noch 54 Welt- sowie 64 Europarekorde aufgestellt hat, sollte nicht unerwähnt bleiben. Nach dem dritten Paralympics-Gold über ihre Paradedisziplin 100 Meter Brust in London erhielt sie dann auch völlig verdient den Bambi in der Kategorie Sport.

Einfach machen!

Kirsten hat mit ihrer Karriere eindrucksvoll bewiesen, dass auch ein einschneidendes Erlebnis wie ein schwerer Unfall, einen nicht davon abhalten muss, seine Ziele zu erreichen und vermeintliche Grenzen immer noch ein Stück zu versetzen. Mit ihrem Einsatz als Kampagnen-Gesicht möchte sie Menschen als Vorbild dienen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und diese bestärken, ihre Ziele stetig weiter zu verfolgen. Um Inklusion leben zu können, müssen wir jungen Menschen heute den Weg dafür ebnen und ihnen zeigen, wie selbstverständlich das gehen kann. Dies gelingt am einfachsten im Sport. Dort lernen wir spielerisch. Ganz gleich, ob man Kind oder Erwachsener ist. Beim Sport muss man agieren und nicht viel denken oder diskutieren. Und genau das ist Kirstens Ansicht nach heute das generelle Problem: „Wir reden und denken zu viel. Warum können wir nicht einfach machen?“ Deswegen bringt Kirsten Bruhn regelmäßig mit Schulklassen gemeinsam etwas ins Rollen. Vorzugsweise natürlich in der Schwimmhalle…

 

Du willst Kirsten nacheifern? Alles zum Schwimmen findest du hier!

Kirsten Bruhn