Philip-Baah Opong

Philip-Baah Opong
Philip-Baah Opong

Der Mobilmacher

Wer in Hamburg und Umgebung auf den Rollstuhl angewiesen ist, wird über kurz oder lang Philip-Baah Opong kennenlernen. Denn Philip ist Rollstuhltrainer im Unfallkrankenhaus Hamburg und vermittelt allen Interessierten die grundlegenden Fertigkeiten für den Rolli-Alltag. Dies geschieht aber nicht ausschließlich im geschützten Raum der Klinik, sondern auch direkt im Großstadt-Dschungel. Am Ende können die Teilnehmer nicht nur gekonnt geradeaus, rückwärts und um die Kurven fahren, sondern meistern ebenso das Ein- und Aussteigen in einen Bus sowie Rolltreppen. Selbständiger geht es kaum!

Zahlreiche Sportarten im Repertoire

Das ist dem begeisterten Sportler auch privat besonders wichtig. Seit 2004 sitzt Philip nach einem Unfall in Hamburg im Rollstuhl. Da war der einstige ghanaische Fußball-Nationalspieler gerade zwei Wochen zuvor zu Bundesliga-Sichtungsspielen nach Deutschland gekommen. Philip ist in Hamburg geblieben, hat sich der neuen Lebenssituation mit Rollstuhl gestellt und hier etwas ganz Neues aufgebaut – z.B. als Kursleiter „Upper-Body-Workout“, einem Mix aus Fitness- und Gerätetraining. Neben Basketball sind Tischtennis und Handbiken seine favorisierten Sportarten geworden. Mit dem Handbike stand er auch schon am Start des Hamburg-Marathons und lieferte sich so einige einprägsame Rennen mit Kollegen des Unfallkrankenhauses. Darüber hinaus hat sich Philip beim Boccia, Golf, Badminton und WheelchairMX ausprobiert. Auch hierbei hat ihn besonders die Einfachheit des inklusiven Sporttreibens begeistert. Das gemeinsame Miteinander steht dabei für Aufklärung und das Abbauen von Barrieren im Kopf – auf beiden Seiten.

Auch in Schulen unterwegs

Vor diesem Hintergrund geht Philip im Rahmen des Projekts „Rollstuhlsport macht Schule“ auch in Hamburger Schulen. Der gebürtige Ghanaer, der seit 2014 auch offiziell deutscher Staatsbürger ist, weiß, dass die Weichen für eine zukünftige inklusive Gesellschaft bei den Kindern von heute gestellt werden. Und wenn der Norddeutsche Rundfunk einen Journalisten mit einer Rollstuhl-Reportage beauftragt (so geschehen im Sommer 2012), dann kommt der ebenfalls in Philips Hände. Am liebsten nutzt er aber den Sport, um für die Belange der Rollstuhlfahrer einzutreten. Kampagnen-Gesicht für “Gemeinsam was ins Rollen bringen!” zu sein bedeutet für den stets positiven Rolli-Trainer vor allem viel neue Motivation, Rollstuhlfahrer mobil zu machen, die Vielfalt des Rollstuhlsports zu präsentieren und selbst aktiv zu nutzen. Alles unter seinem persönlichen Motto: „Nothing can stop you and everything is possible when you fight“.

 

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