David Lebuser

David Lebuser
David Lebuser

Der Pionier

Venice Beach, Kalifornien, im Jahr 2014. David Lebuser ist wie die beiden Jahre zuvor Teilnehmer bei der WCMX Weltmeisterschaft. 2012 wurde er Fünfter, 2013 konnte er mit Platz 3 schon das Treppchen erreichen. Also wäre ein Sieg die logische Fortführung dieser Serie. Genau so kam es dann auch. Der Extremsportler konnte nicht nur die Gesamtwertung und die Kategorie "Best Overall Run" für sich entscheiden, sondern auch Nitro Circus Star Aaron Fotheringham schlagen. Dieser ist bis heute der einzige Rollstuhlfahrer, dem ein Backflip, ein doppelter Backflip und ein Frontflip gelang.

Vom Krankenzimmer über YouTube in den Skatepark

Doch David sitzt anders als Aaron, der mit Spina bifida zur Welt kam, erst seit August 2008 im Rollstuhl. Auf einer Geburtstagsparty eines Freundes versuchte er quasi zum Abschied ein Treppengeländer herunter zu rutschen. Er stürzte 2 Stockwerke tief und ist seitdem querschnittgelähmt. Im Krankenzimmer liefen dann die Paralympischen Sommerspiele aus Peking rauf und runter. Rollstuhl und Selbständigkeit schlossen sich in Davids Gedanken nicht mehr aus. Und als ihm ein Freund ein Video von Fotheringhams Backflip zeigte, war die Richtung des gelernten Malers und Lackierers klar. Einen kurzen Zwischenstopp machte er noch bei den Basketballern, aber der Skatepark wurde schnell zu Davids neuem zu Hause.

Inklusion erlebbar machen

Der Dortmunder schätzt die vielen Vorteile, die sein Sport mitbringt: „Man lernt sein Gefährt besser kennen, erfährt, wo die Grenzen wirklich sind und wie viel man mit Geschick und Technik machen kann. Die Grenzen können schnell und kontinuierlich verschoben werden und das macht sich auch im Alltag bemerkbar.“ Dieser Alltag besteht aus seinem Beruf als Rehafachberater, seinen sportlichen Wettkämpfen und den Tätigkeiten als Rollstuhltrainer sowieLeiter von Mobilitätskursen. Aber nur die Rollstuhlfahrer auf sich aufmerksam zu machen, reicht ihm nicht. Die breite Masse ist sein Ziel.

Dafür ist der Skatepark ideal. Hier gibt es die Möglichkeit, gemeinsam ein Hobby auszuüben und nur das Sportgerät unterscheidet sich. Der Rollifahrer skatet mit seinem Rollstuhl und die Kumpels mit BMX, Skateboard oder auch mit den Inline-Skates. Außerdem bringt Sport auch Spaß und macht das zeitweise trockene und oft politisierte Thema Inklusion zugänglich für alle. So wie es ja schließlich sein soll.

 

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