Jannis Honnef

"Et kütt wie et kütt"

Im Rollstuhlsport ist Jannis mit seinen elf Jahren bereits ein alter Hase. Mit einer angeborenen Querschnittlähmung, einer Spina bifida, zur Welt gekommen, begann er gleich mit Erhalt seines ersten Rollstuhls als Dreijähriger das Angebot des Kinder- und Jugendsport des DRS in Bonn zu besuchen. Nach einem Zwischenstopp beim Rollstuhlbasketball hat Jannis, der sich als waschechter Rheinländer den Kölner Leitsatz ‚Et kütt wie et kütt‘ zum Lebensmotto gemacht hat, über einen Schnupperlehrgang an der Deutschen Sporthochschule in Köln seine Leidenschaft für das Rennrollstuhlfahren entdeckt. Die Geschwindigkeit, die mit dem Rollstuhl erreicht werden und dass man sich richtig auspowern kann – das fasziniert den jungen Athleten aus der Nähe von Bonn am meisten an seiner Sportart.

Fernziel Tokio 2020

In seiner Freizeit hört Jannis gern Musik. Und auch für eine Kampagne der Aktion Mensch stand er bereits vor der Kamera. Jannis strotzt vor Ehrgeiz und weiß, was er will - nämlich hoch hinaus. Mit weniger als dem Bestmöglichen gibt er sich nicht zufrieden. Jede Verbesserung seiner Zeiten ist ein Highlight, ein weiterer Schritt zum nächsten Ziel. Mehrfach gute und beste Platzierungen bei Wettkämpfen in Deutschland sowie in der Schweiz hat er bereits erreicht. Allein viermal Gold hat der Elfjährige im vergangenen Sommer bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in der Startklasse U18 in Berlin geholt. Sein Traum? Ganz klar: Der Start bei Paralympischen Spielen. In Rio 2016 wird es zwar aufgrund der Altersbeschränkungen dann noch nicht so weit sein, doch spätestens in Tokio 2020 wird Jannis angreifen.

Inklusion als Selbstverständlichkeit

‚Gemeinsam was ins Rollen bringen!‘ zu unterstützen und der Kampagne sein Gesicht zu geben, ist für Jannis eine Herzensangelegenheit. Die Selbstverständlichkeit der Teilnahme ist sein großes Anliegen und auch das seiner Eltern, gelebte Inklusion ihr Wunsch. Dass die Umsetzung in den verschiedenen Lebensbereichen jedoch dem Ideal oftmals noch weit hinterherhinkt, musste Jannis trotz seines jungen Alters leider schon des Öfteren erfahren. „Inklusion ist für mich, dass ich mich nicht rechtfertigen muss, warum ich auf eine Regelschule gehe, und auch ohne Diskussionen an jedem Sportfest oder einem Straßenlauf teilnehmen darf“, so Jannis. Er möchte nur, was für alle anderen Kinder normal ist: die selbstverständliche Teilnahme am Schulsport, die Möglichkeit bei allen Wettkämpfen zu starten – das Tun statt dem Gefragt werden. Es gibt vieles, was Jannis gern ins Rollen bringen möchte. 

 

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