Jens Maspfuhl

Jens Maspfuhl
Jens Maspfuhl

Ein Mann am Limit

„Von 100 auf 0 und weiter geht´s“ – das ist Jens Maspfuhls Lebensmotto. Das klingt wahrlich nicht nach einem geregelten Sportlerleben. Hat er auch nicht. Golf ist in seinem Leben aber die feste Konstante. Als Amateur bei den Fußgängern hatte er ein Handicap von 8. Bereits ab einem Handicap von 18 gilt man gemeinhin als „spielstark“. Dass er diese Leistung neben seiner Tätigkeit als Clubbetreiber realisieren konnte, beeindruckt umso mehr. Zuvor war Jens in der ganzen Welt unterwegs, veranstaltet Techno-Partys auf Ibiza und in Italien und hatte mit seiner Plattenfirma Büros und New York, London und Amsterdam, bevor die Krise der Musikindustrie auch Maspfuhls Tribut forderte.

Schnelle Rückkehr zum Golfsport

Ein weitaus schlimmerer Nackenschlag folgte jedoch am 17.11.2003, als er in einem Thailand-Urlaub von einem Auto angefahren wurde. Seitdem ist Jens Tetraplegiker. Die langen 6 Monate in der Rehaklinik in Frankfurt waren für Jens eine „furchtbare Zeit“. Er fühlte sich nicht ernst genommen, wenn er davon sprach, wieder Golf spielen zu wollen. Dass er es aber ernst meinte, zeigte sich kurze Zeit später. Mithilfe eines Paragolfers, einem Gefährt, das ihn für die Schläge in eine aufrechte Position befördert, kann Jens den Ball wieder über das Grün fliegen lassen. Keine 300 Meter wie vor dem Unfall, aber Schläge bis zu 150 Meter sind wieder möglich. Aber Jens genießt dabei nicht nur den sportlichen Aspekt: "Es ist ein tolles Gefühl, weil nicht nur mein Körper mit meinen Organen gestreckt wird, sondern ich meinen Freunden in die Augen schauen kann." Mittlerweile stehen 7 Deutsche Meistertitel in seinem Palmarès. Rekord! Eine Aufnahme seines Sports in das Programm der Paralympics ist sein großer sportlicher Traum. Rollstuhlrugby hatte er zwar für kurze Zeit auch mal ausprobiert, aber Jens‘ Herz gehört dem Golfsport.

Inklusion weltweit

Diese Liebe versucht er anderen zu vermitteln. So etwa als Trainer von behinderten Kindern beim Projekt Golfkids United. Außerdem ist er Gründer des Vereins Deutsche Unfall- und Katastrophenhilfe. Dieser veranstaltet das jährlich stattfindende „Jens Maspfuhl Charity Golfturnier“, welches inklusiv und ein Highlight in Deutschlands Golf-Kalender ist. Doch auch das Land seines Unfalls, Thailand, spielt im Verein eine große Rolle. Sei es, wenn ganze Containerladungen Rollstühle dorthin verschifft werden oder in Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft in Bangkok ein Fitnessbereich in einer Behindertenschule eingerichtet wird. Jens Maspfuhl legt Wert darauf deutlich zu zeigen, dass die Behinderungen zwar ein Teil seines Lebens ist, aber auch nicht mehr. Er lebt seinen Sport, sein Handicap liegt aktuell bei 19,4 und er arbeitet auch wieder als Clubbetreiber. Ganz nach unserem Slogan „Stark im Sport, voll im Leben!“. Deswegen ist es für ihn eine „große Ehre“ als Kampagnen-Gesicht von „Gemeinsam was ins Rollen bringen!“ den Golfsport für Menschen mit Behinderung bekannter zu machen und die Inklusion weiter voranzutreiben. Am besten von 0 von 100.

 

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